Franz Niedermayr im Rennen um den Landratsposten

Die FDP Pfaffenhofen ernannte den Stadtrat Franz Niedermayr am 22.01.2017 einstimmig zum Landratskandidaten. In der dem Neujahrsempfang vorangegangenen Kreishauptversammlung wurde beschlossen, dass er im Mai gegen Martin Wolf ins Rennen gehen soll.

Franz Niedermayr zeigte sich beim Neujahrsempfang der Liberalen zielstrebig. Der 56-Jährige sieht mit der Landratswahl eine echte Chance für Veränderungen im Landkreis. Vor allem die Ilmtalklinik und ihre Schulden machen ihm Sorgen. Er findet: „Wir können das besser. Denn wenn wir schon viel Geld ausgeben, dann sollte es wenigstens funktionieren“. Dafür lohnt es sich seiner Meinung nach zu kandidieren.  Nicht nur die Ilmtalklinik, sondern auch die übermäßige Bürokratie im Landratsamt stellen nach Niedermayr ein Problem dar. Der Pfaffenhofener meint dazu ganz klar: „Wir brauchen einen sogenannten Kümmerer“. Damit meint er konkret ein Bürgerbüro mit jemandem, der am Landratsamt in der Eingangstüre steht und die Bürger durch den „Paragraphendschungel“ leitet, so Niedermayr wörtlich. Auch in Bezug auf das Radwegnetz übt er Kritik an Martin Wolfs bisherige Leitung. Deshalb fordert er ein gesamtheitliches Radwege-Konzept. Ein weiteres wichtiges Thema ist für den Pfaffenhofener eine Ausarbeitung von Freizeit-Ideen für Jugendliche. Man müsse nicht nur den Kindern Freizeitmöglichkeiten bieten, sondern dürfe die Jugendlichen und jungen Erwachsenen nicht vergessen. Konkret hat er zum Beispiel ein Event im Sinne in der Art eines kleineren Festivals oder einer Beachparty bei den Geisenfelder Weihern.

Franz Niedermayr ist 56 Jahre alt, verheiratet und Vater einer 21-jährigen Tochter sowie eines 24-jährigen Sohnes. Er ist wohnhaft im Pfaffenhofener Ortsteil Förnbach. Seit 15 Jahren ist er Mitglied der FDP und sitzt im Stadtrat von Pfaffenhofen. Bis 2014 war Niedermayr auch im Kreisrat vertreten. Der Diplom-Ingenieur ist Inhaber eines Planungsbüros und Sachverständiger.

Auch Thomas Neudert, der neue FDP-Kreisvorsitzende ist positiv gestimmt. „Wir als FDP [sind] deutlich im Aufwind und ich bin sehr optimistisch, dass wir den Einzug in den Bundestag im September erreichen werden. Vielleicht gelingt uns das sogar mit einem Pfaffenhofener Abgeordneten.“, so Neudert in seiner Empfangsrede. Er betonte, dass der Kreisverband Pfaffenhofen seine Arbeit unter dem Motto „Wir hören zu“ stellt. So wollen sie die Bürger „ernst nehmen“ und auf ihre Bedürfnisse und Ängste eingehen.

Neudert unterstrich noch einmal, dass Franz Niedermayr bei einer Wahl zum Landrat für volle sechs Jahre im Amt bleiben wird. Er verurteilte abermals die angekündigte Amtszeitverkürzung des amtierenden Landrats im Falle seiner Wiederwahl. Eine deutlich kürzere Amtszeit würde es unmöglich machen, nachhaltig eigene Akzente zu setzen und intensiv an den Problemen der Landkreise zu arbeiten.


Neueste Nachrichten

Christian Lindner zu Besuch in Ingolstadt

05.07.17
Von: FDP Kreisverband Pfaffenhofen

Der FDP-Bundesvorsitzende Christian Lindner stattete der Region einen Besuch ab und sprach am 3.7.2017 in Ingolstadt im Biergarten der Antoniusschwaige vor mehr als 200 interessierten Zuhören. Zugegen war auch eine starke Abordnung des FDP-Kreisverbandes Pfaffenhofen mit Thomas Neudert, dem Kreisvorsitzendem und zugleich Bundestagskandidaten für den Wahlkreis Freising – Pfaffenhofen – Schrobenhausen. Gemeinsam mit dem überwiegen jungen Publikum konnten sie ein rhetorisches Feuerwerk des FDP-Hoffnungsträgers erleben: Lindner zeigte den Grundgedanken der FDP auf: den Menschen etwas zutrauen und durch Bildung stärken. Er sprach sich gegen die Bevormundung des Bürgers durch den Staat aus und ist der Meinung, dass dieser „von Natur aus vernünftig, verantwortungsbewusst und solidarisch“ sei. Außerdem ging Christian Lindner auf die Schwerpunkte der Liberalen in seinem sogenannten „Fünf-Punkte Wahlprogramm“ ein. Dieses beinhaltet die Bereiche Bildung, Digitalisierung, Selbstbestimmung, Abschaffung des Solidaritätszuschlages und ein klares Einwanderungsgesetz. Die vor wenigen Tagen vereinbarten Koalitionsverträge in NRW und Schleswig-Holstein spiegeln dies bereits wieder. Das vor kurzem beschlossene Wahlprogramm der Union sah er als wenig ambitioniert an. „Die Welt ändert sich, aber ein  ,Weiter so' wird den Anforderungen einfach nicht gerecht“ und verwies mit Bewunderung auf die Dynamik und den Tatendrang des neuen französischen Präsidenten Macron, einem Enddreißiger wie er.  Für den FDP-Chef ist ein Einzug in den Bundestag wahrscheinlich, allerdings ist das Comeback der FDP „noch nicht abgeschlossen“, so Lindner. „Deshalb beschäftigen wir uns nicht mit Posten, erst recht nicht mit individuellen Karrieren“. Der Bundestagskandidat Thomas Neudert zeigte sich beeindruckt von der Rede „seines“ Parteivorsitzenden „Christian Lindner hat die Stimmung der Anwesenden sehr gut getroffen. Es zeigt sich immer mehr, dass wir gerade in den zukunftswichtigen Bereichen Bildung und Digitalisierung den anderen Parteien weit voraus sind.“